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Schlosskapelle

1717 wurde die Schlosskapelle, eine der frühesten protestantischen Kirchen in Schleswig-Holstein, unter Herzog Philip Ernst (1673-1729) barock ausgestattet. Der für Norddeutschland typische Kanzelaltar und die Taufe aus der Mitte des 17. Jahrhunderts sind Arbeiten des Bildschnitzers Claus Gabriel. Die Orgel von 1847 baute die im Norden weithin renommierte Apenrader Firma Marcussen.

 

Restaurierungen im Jahre 1973 brachten die dekorativen Deckenfresken aus der Erbauungszeit zum Vorschein. Bis 1965 diente die Kapelle als offizielle Gemeindekirche. Noch heute wird sie für Gottesdienste, Hochzeiten, Taufen und musikalische Andachten genutzt. An die Westseite der Kapelle schließt sich die Gruft an, in der 1811 letztmalig Mitglieder der herzoglichen Familie beigesetzt wurden.

Klosterdokumentation

Beim Ablassen des Schlosssees 1962, 1969 und 2005 stieß man auf Fundamente des Rüdeklosters. Von den Zisterziensermönchen 1209 gegründet, wurde die mittlerweile verfallene Anlage 1583 im Zuge des Schlossbaus geschleift. Werkzeuge, Schlacken aus einem Eisenschmelzofen, hölzerne Wasserrohrleitungen, ein Hypokaustenstein (Hypokausten: Heizung von unten) belegen den hohen technischen Standard dieses Klosters. Diese Exponate können in einem Nebenraum der Kapelle ebenfalls besichtigt werden.

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